Nachlass Gotthold Schwela (Bogumił Šwjela)

Bogumił Šwjela (Gotthold Schwela) durch seinen Lebenslauf und Werk ein signifikanten Vertreter der bürgerlichen sorbischen Elite des 20. Jahrhunderts. Geboren 1873 als Sohn eines Dorfschullehrers und Zeitungsredakteurs, studierte er Theologie und Slawistik in Berlin, wurde Pfarrer in der sorbischen Niederlausitz und neben seinem Beruf tätig als Sprachwissenschaftler, Publizist, Schriftsteller/Übersetzer und Kulturpolitiker. Er verstarb er im Mai 1948.

Für die Lebenszeit Šwjelas (Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Regime) gibt es keinen vergleichbaren Bestand im SKA, der eine derartige dichte Dokumentation der niedersorbischen Sprache, der Alltagskultur und der Bemühungen um den Erhalt und die Weiterentwicklung derselben bietet. Der Nachlass beinhaltet Dokumentensammlungen zur staatlichen und kirchlichen Politik gegenüber den Sorben, zur Selbstorganisation sorbischen Kulturlebens, sprachhistorische Sammlungen zu Flurnamen, Familien- und Ortsnamen, Grammatik und eine Wörterbuchsammlung. Überaus vielfältig ist seine Korrespondenz, in der sich die inhaltlichen Schwerpunkte des Nachlasses auf Akteursebene wiederfinden.

Verzeichniseinheit „Der niedersorbisch-brandenburgische Beitrag zu einer ethnografischen Ausstellung über die Sorben in Dresden“

Laufzeit: 1896

Umfang: 26 Seiten, gebunden

Signatur: N XIII 46

enthält: Organisationsangelegenheiten; Ablauf für die Teilnehmer; Verzeichnis der Ausstellungsstücke = „geborgte Sachen“ dem „Gotthold Schwela Student aus Schorbus bey Drebkau“ im Juli 1896 sowie „Eigentum des Studenten der Theologie Bogumił Schwjela an die Dresdener ethnografische Ausstellung geborgt“; enthält auch: Brief Ernst Muckes, Freiberg den 3.12.1896 an Schwela mit einem Resümee der Ausstellung sowie Zuschriften/Postkarten von Leihgebern zur ethnografischen Ausstellung sowie dem Organisator Mucke: A. Welan aus Burg/Spreewald vom 7.1.1897; Juri Janasch aus Schmogrow vom 10.4.1897; A. Sommer aus Bautzen vom 30.4.1897; Dr. Mucke aus Freiberg vom 29.4.1897; M. Kołoźej aus Werben vom 3.5.1897; Frau Bude aus Sellesen vom 14.6.1897; Dr. Mucke aus Freiberg vom 5.7.1897; Christian Schwela aus Schorbus an Sohn Gotthold vom 3.7.1897; Gemeindevorsteher Pschuskel aus Saspow an Christian Schwela vom 9.7.1897; Christian Schwela an Sommer in Bautzen vom 12.7.1897; Pschuskel aus Saspow vom 22.7.1897; Dr. Muckes vom 29.7. und 5.8.1897 aus Bayern.

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Zitation: Nachlass Bogumił Šwjela / Gotthold Schwela; Sorbisches Kulturarchiv Bautzen; Online-Präsentation SORABICON


Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 442986265