Nachlass Gotthold Schwela (Bogumił Šwjela)

Bogumił Šwjela (Gotthold Schwela) durch seinen Lebenslauf und Werk ein signifikanten Vertreter der bürgerlichen sorbischen Elite des 20. Jahrhunderts. Geboren 1873 als Sohn eines Dorfschullehrers und Zeitungsredakteurs, studierte er Theologie und Slawistik in Berlin, wurde Pfarrer in der sorbischen Niederlausitz und neben seinem Beruf tätig als Sprachwissenschaftler, Publizist, Schriftsteller/Übersetzer und Kulturpolitiker. Er verstarb er im Mai 1948.

Für die Lebenszeit Šwjelas (Kaiserreich, Weimarer Republik, NS-Regime) gibt es keinen vergleichbaren Bestand im SKA, der eine derartige dichte Dokumentation der niedersorbischen Sprache, der Alltagskultur und der Bemühungen um den Erhalt und die Weiterentwicklung derselben bietet. Der Nachlass beinhaltet Dokumentensammlungen zur staatlichen und kirchlichen Politik gegenüber den Sorben, zur Selbstorganisation sorbischen Kulturlebens, sprachhistorische Sammlungen zu Flurnamen, Familien- und Ortsnamen, Grammatik und eine Wörterbuchsammlung. Überaus vielfältig ist seine Korrespondenz, in der sich die inhaltlichen Schwerpunkte des Nachlasses auf Akteursebene wiederfinden.

im Kapitel „2.2 Publizistik und literarische Arbeiten“

Anzahl: 24

Autobiografische Erzählungen

Laufzeit: 1880-1945
Umfang: 38 Blatt
Signatur: ZM XXXV 1 A

Reiseberichte

Laufzeit: 1895-1935
Umfang: 31 Blatt
Signatur: ZM XXXV 1 B

Manuskript „Bei evangelischen Glaubensbrüdern in Jugoslawien“

Laufzeit: 1926
Umfang: 35 Blatt
Signatur: ZM XXXV 1 C

Übersichten über den literarischen Inhalt des „Bramborski ßerski zaßnik“ [Bramborski Serbski Casnik] der Jahrgänge 1864 – 1877

Laufzeit: 1864-1877
Umfang: 8 Blatt
Signatur: ZM XXXV 8 A

Aus der Tätigkeit am „Bramborski Zaßnik“

Laufzeit: 1900-1916
Umfang: 24 Blatt
Signatur: ZM XXXV 8 B

Niedersorbische Monatsschrift „Wosadnik“

Laufzeit: 1904-1914
Umfang: 48 Blatt
Signatur: ZM XXXV 8 C

Zuschriften an den Redakteur des „Wosadnik“

Laufzeit:
Umfang: 35 Blatt
Signatur: ZM XXXV 8 D

Studien über das sorbische Pressewesen

Laufzeit:
Umfang: 13 Blatt
Signatur: ZM XXXV 8 E

Herausgabe der Wochenzeitung „Bramborski Zaßnik“ [Bramborski Casnik]“

Laufzeit: 1899-1930
Umfang: 30 Blatt
Signatur: ZM XXXV 8 F

Bemerkungen zur neuen kritischen Ausgabe niedersorbischer Volkslieder

Laufzeit: 1920-1930
Umfang: 7 Blatt
Signatur: ZM XXXV 30 E

Studien zur sorbischen Kirchengeschichte

Laufzeit:
Umfang: 44 Blatt
Signatur: ZM XXXV 33 C

Memorandum „Deutsche und Slawen“

Laufzeit: 1918
Umfang: 15 Blatt
Signatur: ZM XXXV 33 D

Eigene Gedichte und Volksdichtung gemischt

Laufzeit: 1892-1947
Umfang: 16 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 A

„Hanso na uniwersiśe“ [Hänschen auf der Universität] – Erzählung nach einem obersorbischen Original

Laufzeit: 1895
Umfang: 8 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 C

Lustspiel „Kak Matšo gojcujo“ [Wie Matthäus den Arzt macht]

Laufzeit: 1895
Umfang: 21 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 D

Szene „Lenikojc Hanso a … Matšo“ [Leniks Hans und … Matthäus]

Laufzeit: 1895
Umfang: 11 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 E

Kurzerzählung „Partija billarda“ [Die Billardpartie] nach dem französischen Original von Alphonse Daudet

Laufzeit:
Umfang: 7 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 F

Geistliche und patriotische Dichtungen

Laufzeit: 1908-1935
Umfang: 23 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 G

Allegorie und Fabel

Laufzeit: 1943-1947
Umfang: 10 Blatt
Signatur: ZM XXXV 40 H

Überlegungen zu nationalpolitischen Perspektiven der Polen und Tschechen

Laufzeit: 1917-1918
Umfang: 5 Blatt
Signatur: N IV 15 C-3

Reise nach Jugoslawien

Laufzeit: 04.10.1926-29.10.1926
Umfang: 18 Blatt
Signatur: N XIII 10

Historische, kulturkritische, sprachwissenschaftliche, soziologische, volkskundliche Vorträge und Abhandlungen, Reiseberichte, Autobiografisches

Laufzeit: 1894-1947
Umfang: 320 Seiten
Signatur: N XIII 43

Sammlung gedruckter Aufsätze von Schwela aus Tageszeitungen und Periodika 1912 – 1934

Laufzeit: 1912-1934
Umfang: 87 Seiten als Hardcover
Signatur: N XIII 60

Traktate zur Zeitgeschichte

Laufzeit: 1908-1919
Umfang: 16 Seiten als Hardcover
Signatur: N XIII 62


Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 442986265